Stufenzuordnung bei Wiedereinstellung nach Befristung

Stufenzuordnung bei Wiedereinstellung nach Befristung

Die Nichtanerkennung von sogenannten Restlaufzeiten aus befristeten Verträgen ist nicht tarifkonform. Die Änderung gilt für (Wieder)einstellungen ab 1.2.2019. Bisherige Stufenzuordnungen in gleichartigen Fällen werden nur auf Antrag der Beschäftigten aufgegriffen.

Laut den Durchführungsbestimmungen des Sächsischen Staatsministeriums für Finanzen können bei Wiedereinstellung in gleicher oder gleichartiger Tätigkeit Restlaufzeiten aus einschlägiger Berufserfahrung auf die Stufenlaufzeiten angerechnet werden. Die Änderung gilt für (Wieder)einstellungen ab 1.2.2019. Bisherige Stufenzuordnungen in gleichartigen Fällen werden nur auf Antrag der Beschäftigten aufgegriffen und ggf. korrigiert. Für etwaige Nachzahlungsansprüche gilt § 37 (1) TV-L.

weiter Informationen:

So lautet ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes vom 21.2.2013. Nach der bisherigen Praxis konnte die Erfahrungsstufe 4 niemals erreicht werden bei befristeten Verträgen von 2 Jahren. Nunmehr werden die Erfahrungszeiten addiert, so dass zum Beispiel bei zwei befristeten Arbeitsverträgen von jeweils 2 Jahren die Erfahrungszeit 4 Jahre beträgt (vorher nur 2 Jahre). Somit ist es möglich, auch bei befristeten Verträgen nach entsprechender Zeit die Endstufe zu erreichen. Sicherheitshalber sollten betroffene Mitarbeiter ihre Ansprüche im Personaldezernat geltend machen.

Dazu auch:

letzte Änderung: 09.12.2019